21.06.2011
Wer kennt das nicht? Zeitung in die Hand nehmen, kräftig schütteln, damit die Werbung, die sich meist pfundweise in der Zeitung versteckt, rausfällt.
Ging mir auch am Sonntag so. Die sonntägliche Werbezeitung nahm ich dem dem Frühstück und schon fiel mir die Beilage eines bekannten Baumarkts auf. Nein, keine Beilage eines guten Baumarkts, wie Hagebau oder Hornbach, um diese stellvertretend für die wirklich guten Märkte zu nennen, die es zweifelsohne auch gibt. Nein, es war einer von denen, die viel mit durchgestrichenen Preisen arbeiten. Nur weiß ich immer nicht, worauf sich der durchgestrichene Preis bezieht? Hat den ein Werbestratege eingesetzt, weil bei durchgestrichenen Preisen das Herz der Schnäppchenjäger schneller schlägt? Oder hat man den irgendwann mal so verkauft und keiner wollte ihn, also muß man jetzt 40 Paletten schnell verramschen? (weiterlesen…)
05.03.2011
Wenn die Wetterfrösche nicht daneben liegen, soll es ja jetzt langsam wärmer werden. Wird aber auch Zeit nach dem langen Winter. Die Gartenfreunde scharren schon richtig mit den Hufen und bald können ja auch die Kübelpflanzen langsam ins Freie oder umgesetzt werden. Auch auf unserer Terrasse stehen diverse Blumenkübel, die dann richtig hingestellt werden müssen. Man sagt ja, der Schuster hat immer die schlechtesten Schuhe, aber in diesem Fall gilt der Vergleich nicht, denn wir haben Rolluntersetzer, mit denen wir die Kübel je nach Bedarf hin- und her rollen können.
Nein, nicht diese fipsigen Dinger aus dem Baumarkt, sondern richtig stabile Kübelroller, die auch was vertragen können. 80 kg, 100 kg, rund oder viereckig, verstellbar, verzinkt, Aluminium oder pulverbeschichtet, die Auswahl an Rolluntersetzern ist groß.
Aber nicht allein auf der Terrasse oder im Garten kommen Rolluntersetzer zum Einsatz. Ein großer Konzern hat im vergangenen Jahr bei uns eine sehr große Stückzahl bestellt.
Die vielen Kübelpflanzen im Verwaltungsgebäude und auch in einigen Niederlasungen bekamen neue Rolluntersetzer spendiert, sogar mit besonderen Laufrollen. Besonders gut sehen die Kübelroller auch zu unseren Blumenkübeln aus. Nein, nicht irgendwelche Blumenkübel, sonder Blumenkübel von bekannten Designern. Die stelle ich im nächsten Beitrag vor.
23.10.2010
Man könnte sagen, da hat der Toom-Baumarkt ausgeschissen verspielt.
Die mehr als peinliche Werbung “Ohne Scheiß” wurde aufgegeben, der Geschäftsführer geht nach nur einem Jahr zu “Penny” (ob der da auch”Scheiß-Werbung” macht?) und zig-Millionen Euros für eine saublöde Werbung wurden versenkt.
Wie stolz war man mit der “Scheißwerbung” bei Toom! Die Marketingabteilung hat sich ja nahezu schenkelklopfend vor Freude überschlagen und dann sogar noch dem Wettbewerber Hornbach eins ausgewischt. Beides kam aber beim Kunden nicht an. Die Antwort von Toom auf Kritik, war auch eine echte Lachnummer, man könnte aber genau so gut sagen, eine Frechtheit.
Und genau das ist der Beweis, wie weit diese Strategen in Wirklich weg von ihren Kunden und den eigenen Mitarbeitern vor Ort sind. Ich kenne zwei Toom-Märkte in der Nähe, die Verkäufer waren regelrecht genervt, sich von den Kunden wegen dieses unappetitlichen Slogans anmachen zu lassen.
Nun könnte man sagen, Werbung, die auffällt, auch wenn sie negativ auffällt, ist gute Werbung. Aber diese Werbung hat zu sehr gestunken, sie hat die Kunden angewidert. Das war der nächste Riesenflop nach den “Damenbaumarkt”, der auch nicht angenommen wurde. Auch da wurde kräftig Geld versenkt.
Aber so ist es eben in Konzernen, egal ob Lebensmittel, Pharma oder Banken: Man nimmt ja nur fremdes, keinesfalls eigenes Geld in die Hand, versenkt es, als wenn alles nichts sei und die Verantwortlichen gehen mit goldenem Handschlag in den nächsten Job – ohne Skrupel “total normal” und “ohne Scheiß”.
Und das bei Zahlen mit vielen Nullen. Vielleicht besteht ja ein direkter Zusammenhang zwischen den versenkten Nullen und den Nullen in den Vorstandsetagen?
14.09.2010

Ein Kunde beabsichtigte seine Terrasse neu zu gestalten. Das Material, das verlegt werden sollte, war extrem hart. Wichtig war aber, dass das Material nicht nur geschnitten wird, sondern auch saubere Schnittkanten aufweisen sollte.
Er bestellte mit seiner Frau bei uns einen hochwertigen Fliesenschneider, der mit einem guten Diamantblatt für Fliesen ausgerüstet ist.
Nach ein paar Tagen fragen wir unsere Kunden immer, ob alles okay ist, ob es Beanstandungen oder Verbesserungsvorschläge gibt.
Die Antwort, die wir bekamen, klang nicht gut. Folgende Mail erreichte uns: (weiterlesen…)
31.05.2010
Im Grunde war es jedem Heimwerker klar, wer bei Praktiker kauft, hat nicht gerade Qualität im Warenkorb und zum Service fällt mir ein, wie ich mal behandelt wurde.
Aber irgendwie ticken die Baumärkte anders. bei Toom meint man mit dem Wort “Scheiss” Kunden ködern zu können, Hornbach macht aus jedem Handgriff ein Projekt, Praktiker meint mit Rabattschlachten punkten zu können – was man unter Seriosität versteht, scheint bei einigen Baumärkten falsch interpretiert zu sein.
Jetzt gibt sich Praktiker endlich einsichtig. Zu lesen ist, dass der Geschäftsführer, Wolfgang Werner, in Produktqualität und Service genau so gut werden will, wie die Konkurrenz. Endlich aufgewacht!Damit kein falscher Eindruck entsteht, ich habe nichts gegen Baumärkte, ich habe was gegen den Schrott der da teilweise leichtfertig verramscht wird. Für mich der beste aller Baumärkte ist der Hagebaumarkt. Qualität hoch, Beratung erstklassig und auch der Service ist spitzenmäßig.
08.04.2010
Folgende Mail kam von Toom:
Sehr geehrter Herr Lalk,
vielen Dank für Ihre Zuschrift vom 08.04.2010, in der Sie Kritik am Sprachgebrauch unserer aktuellen Werbekampagne üben. Bereits bei der Konzeption waren wir uns im Klaren, dass das Motto „Ohne Scheiß“ auf ein geteiltes Echo stoßen wird. Daher haben wir Verständnis für Ihre Kritik. Im Folgenden möchten wir Ihnen gerne erläutern, warum wir uns für eine Kampagne dieser Form entschieden haben.
Vor dem Start der Kampagne wurde eine repräsentative Auswahl an Kunden, Verbrauchern und Werbefachleute befragt. (weiterlesen…)
07.04.2010
Heute fällt mir aus dem Wochenblättchen Werbung des Toom-Baumarktes entgegen.
Ich traute meinen Augen kaum, als ich die Überschriften las:
Ohne Scheiss – wir sind total offen.
Ohne Scheiss – Ihr Platz an der Sonne war noch nie so günstig
Welche Werbeagentur hat sich so etwas nur ausgedacht und welcher Marketingboss hat das genehmigt? Ich dachte erst, Media-Markt und Saturn sind die Könige der unanständigen Slogans, aber jetzt hat wohl Toom die Goldmedaille erringen wollen.
Wie heisst es:
“Achte auf Deine Gedanken, sie werden Deine Worte. Achte auf Deine Worte, sie werden Deine Taten.”
Dann bin ich mal gespannt, welche Taten folgen.
Ich habe vor meinen Kunden Respekt und käme nicht auf die Idee, sie mit Werbung aus der Kloakensprache anzusprechen. Achtung vor Kunden scheint Toom nicht zu haben, aber in meinen Augen ein Niveau allerunterste Schublade, also ein Baumarkt, um den ich besser eine großen Bogen mache.
05.02.2010
so die Überschrift heute in der “Welt online”. Sie bezieht sich auf eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Service-Qualität. “Welt online” schreibt u.a.
“Der Service in Deutschlands Baumärkten lässt stark zu wünschen übrig. „Die Qualität ist lediglich befriedigend“, sagt Bianca Möller, die Geschäftsführerin vom Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ). In einer aktuellen Studie, die WELT ONLINE exklusiv vorliegt, kritisieren die Prüfer vor allem die mangelnde Kompetenz der Mitarbeiter. „Fast jede zweite Beratung war unvollständig oder schlichtweg falsch“, sagt Möller. In mehr als einem Viertel der Fälle wurden Kunden nicht mal auf die Gefahren bei der Selbstmontage einer Starkstromleitung hingewiesen“, berichtet die Expertin. Dabei könne das zu lebensgefährlichen Situationen führen.”
Hier der vollständige Artikel.
Natürlich kenne ich nicht alle Baumärkte, einige sind ja auch nur regional vertreten, aber ich stimme voll und ganz zu, dass der Hagebaumarkt Gesamtsieger ist. Da gibt es in der Tat sehr gute Beratung, dort wird auch mehr Qualität als Ramsch verkauft und man ist überaus kulant und zuvorkommend.
Ich habe meine positive Meinung über die Hagebaumärkte hier im Blog schon geäußert und wenn es sich nicht vermeiden läßt, einmal in einen Baumarkt zu gehen, fahre ich gerne die paar mehr Kilometer zu Hagebau und bekomme gescheite Ware. Bin natürlich auch froh, dass ich mit meiner Einschätzung von neutraler Seite bestätigt wurde.
28.10.2009
Im Herbst fallen nicht nur die Blätter, sondern auch die Preise. Da sind wirklich auch ein paar Schnäppchen zu finden, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.
Heute einmal die Nedo-Entfernungsmesser “Messfix” 50 und 30. Nedo, der Hersteller aus dem Schwarzwald für Vermessungsgeräte wie Rotationslaser, Nivelliergeräte und Kreuzlinienlasser, hat in seinem Programm auch 2 sehr interessante Entfernungsmesser mit einem wirklich sehr guten Preis-Leistungsverhältnis.
Da ist der Nedo-LaserMessfix 50, mit einemMessbereich von 0,05-50,00 m und der durch die Pythagorasfunktion auch das indirekte Höhenmessen erlaubt, um unzugängliche Höhen bestimmen zu können.
Da ist ein Preis von € 106,95 inklusive MwSt. für den Messfix50 mehr als ein Schnäppchen.
Aber es gibt noch ein weiteres, echtes Schnäppchen. Der kleine Bruder des Entfernungsmessers , der Nedo-LaserMessfix 30. Kein Billigmodell, wo an allen Ecken und Kanten gespart wurde, um einen Baumarktmist zu bauen.
Besonders im Innenbereich tut er Messfix 30 beste Dienste bis zu einer Distanz von 30 m.
Auch mit dem Messfix 30 können für Einzel- und Dauermessungen, Flächen- und Volumenberechnung vorgenommen, auch die Phytagorasfunktion fehlt nicht.
Und der LaserMessfix30 kostet jetzt nur € 92,95 inkl. MwSt.
Diese Preise für die Entfernungsmesser haben Gültigkeit bis zum 30.11.09.
Und damit ich es nicht vergesse, wenn z.B. jemand 3 Nedo-Entfernungsmesser kauft, gibt es noch ein ganzes Pfund Schwarzwälder Schinken dazu.
Dann guten Appetit – fehlt nur noch ein Schwarzwälder Himbeergeist.
14.10.2009
Vor ca. einer Woche rief mich ein Kunde an und fragte, warum wir mit einer bestimmten Cedima-Diamantscheibe so teuer sind.
Er habe eine Cedima-Scheibe Typ EC 18 ,Durchmesser 115 mm, für € 3,60 bei einem Händler im Internet gesehen. Er als alter, treuer Kunde fühle sich bei uns benachteiligt.
Aus seiner Sicht sicher verständlich, denn bei uns kostet diese Scheibe € 6,50. Da es um 20 Stück ging, würde er beim Wettbewerb fast € 60,00 sparen.
Ich konnte es nicht glauben, denn der Preis lag unter unserem Einkauf. Ich habe mir dann den Kollegen einmal angesehen, er bietet gleich mehrere Größen Cedima-Diamantscheiben an, alle unter unserem Einkaufspreis.
Des Rätsels Lösung kam gestern: Dieser Herr Kollege, kein Fachhändler, sondern ein sog. “Durchreicher” (so nennt man die Onlinehändler, die kein eigenes Handelsgeschäft unterhalten, sondern die Bestellungen nur zum Lieferanten durchreichen) hatte aus dubiosen Quellen eine Partie Cedima-Diamantscheiben gekauft, eine Qualität, die so schlecht war, dass sie von Cedima nur ganz kurze Zeit hergestellt und dann sofort vom Markt genommen wurde. Es war eine richtig scheisse Baumarktscheibe. Ein völlig anderer Typ, keine EC 18, wie auf dem Foto, das bei dem Artikel sichtbar war.
Über diesen Beschiss ärgere ich mich deshalb, weil diese sog. Onlinehändler (Büro Sofaecke Wohnzimmer, 4 Stock oben links) alles dafür tun, dass der Internethandel in ein schlechtes Licht gerückt wird.