Unterschiede beim Onlineshopping – Mann/Frau? Oder wie in echt?

ShoppingJeder Mann weiß oder hat es schon erlebt, dass ein Klamotteneinkauf mit der Frau eine Herausforderung werden kann. Bei uns Männern geht das ja ratz-fatz. Wir wissen, was wir wollen, kurz das Angebot gecheckt und schon beim Einsteigen in die Hose wissen wir: „passt“ oder auch nicht. Nach max. zehn Minuten an der Kasse. Bezahlt. Fertig.
Während das mehr eine Pflichtübung bei den meisten Männern ist, ist bei den meisten Frauen Klamottenkauf eher ein Happening, da werden die Kleiderständer durchforstet, geprüft, probiert, weiter geprüft und probiert und das dauert eben. Schon lange verzichtet meine Frau darauf, dass ich mitgehe. Sie meint, ich würde da mit einem grimmigen Gesicht auf einem Beobachtungsposten stehen und alle zwei Minuten vorwurfsvoll auf die Uhr sehen.  Okay, manchmal fahre ich mit, aber nur, wenn gegenüber ein Elektronikmarkt ist, wo ich dann nicht wegzukriegen bin. Da muss ich ja auch nichts anprobieren.

Wer erkennt sich wieder? Und wie ist das denn beim Onlineshoppen? Bestimmen da die gleichen Muster unser Einkaufsverhalten? Ja, es ist fast genau so, mit einem Unterschied, den man sicher nicht für möglich gehalten hat.
Die ECC und Otto haben nämlich eine Studie über das Einkaufsverhalten veröffentlicht.

Achtung: Männer geben mehr Geld für Kleidung aus als Frauen, kein Wunder, wenn Männer bereits zwei Jeans, drei Hemden und fünf Paar Socken im Warenkorb haben, klicken unsere Ladies immer noch unschlüssig durch alle Angebote. Aber dann, man glaubt es kaum, beim Einkauf von Unterhaltungselektronik schlagen dafür  Frauen richtig zu. Ich gestehe, umgekehrt hätte ich es getippt.
Auch beim Stöbern im Internet haben die Frauen die Nase vorn, Männer stöbern laut Studie zielbewusster.
„Frauen geben pro Fashion-Bestellung zwar zwölf Euro weniger aus als Männer – dafür shoppen aber doppelt so viele Frauen wie Männer mindestens einmal im Monat Mode im Netz. ‚Mann’ bestellt hingegen lieber einmal die Komplettausstattung als häufiger einzelne Outfitbestandteile“, erklärt Otto zur Studie. Bei Unterhaltungselektronik sei das andersherum. Zudem zeigt sich auch, dass Frauen aus Langeweile doppelt so häufig wie Männer im Internet stöbern und bestellen.
Mit dem „aus Langweile“ hat sich Otto jetzt sicher bei den Frauen sehr beliebt gemacht.

Mobile Commerce ist in aller Munde, bei jeder E-Commerceveranstaltung ein Riesenthema. Mich wundert, wie viele Onlineshops diese Entwicklung immer noch völlig verschlafen. Denn mit dem Smartphone werden die Artikel häufig vorab ausgesucht, am heimischen Desktop folgt dann die Bestellung. Das ist komfortabler als mit dem Smartphone und auch die Sicherheitsbedenken beim Zahlen sind bei den Onlineshoppern noch recht groß. Aber immerhin schon 25% der Onlineshopper, meist jüngere Leute, bestellen schon mobil, vermutlich wächst die Zahl, wenn die Onlineshops aus dem Schlaf aufgewacht sind und ihre Produkte zusätzlich auch mobil oder mit einem responsive Design anbieten.

Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

 

 

 

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